Spiele: Die Verbotene Insel


Verbotene Insel ADie Eröffnung unserer Spielereihe stellte ja Die Vergessene Stadt dar. Dabei handelte es sich um den Nachfolger von Die Verbotene Insel, das ich euch heute vorstellen will.

Konnten wir bei Die Vergessene Stadt noch verdursten und mussten uns vor dem Sand verstecken können wir uns diesmal vor Wasser kaum retten und Sand wäre gerne gesehen, könnten wir dann doch Staudämme errichten.

Willkommen auf der Verbotenen Insel.

Der Inhalt des Spiels, sehr liebevoll gestaltet.

Der Inhalt des Spiels, sehr liebevoll gestaltet.

Zur Story:

Wir sind Abenteurer. Und wie man Abenteurer nunmal so kennt, haben wir unseren Selbsterhaltungstrieb und unser Gehirn bei der Geburt direkt mal an den entbindenden Arzt zurückgegeben: „Hier, das brauche ich in meinem Leben nicht.“

Ein paar Jahre später sind wir dann aufgebrochen, um die Verbotene Insel nach Artefakten zu durchwühlen. Und schon sind wir bei unserem Problem angekommen: Die Insel ist nicht grundlos verboten.

Eigenwillig wie sie ist, versucht sie uns umzubringen und ihre Schätze vor uns zu verstecken. Wie man das von verbotenen Inseln halt so kennt. Aber, wie es sich für echte Abenteurer gehört, interessiert uns das nicht. Wir wagen uns trotzdem auf sie – und hauen auch nicht ab, wenn wir nicht alle Artefakte gefunden haben, selbst wenn es uns umbringt. Unseren Selbsterhaltungstrieb verwahrt schließlich immer noch der Arzt.

Das Spielfeld ist aufgebaut, unsere Abenteurer in Position - und die ersten Inselfelder sind auch bereits überschwemmt... na super.

Das Spielfeld ist aufgebaut, unsere Abenteurer in Position – und die ersten Inselfelder sind auch bereits überschwemmt… na super.

Ziel des Spiels:

Habt ihr es aus der Story nicht schon erraten? Wir wollen alle vier Artefakte finden und der Insel dann wieder entkommen. Und danach wollen wir in die Wüste, denn wir hatten genug Wasser für dieses Leben.

Spielaufbau:

Das Spielfeld besteht aus 24 kleinen Quadraten, die wir nach Belieben auf dem Tisch verteilen können. Dabei wird ein bestimmter Aufbau für Anfänger empfohlen (siehe Foto) und zusätzlich gibt es noch mehr Vorschläge auf der Rückseite der Anleitung.

Wenn das Spielfeld aufgebaut ist, wählen wir unsere Figuren, von der jede eine spezielle Fähigkeit hat, verteilen zwei Artefaktkarten an jeden Spieler und ziehen sechst Flutkarten und drehen die entsprechenden Spielfelder um. Die gezogenen Flutkarten bilden unseren Ablagestapel.

Wir haben unser erstes Artefakt geborgen und die Karten für das nächste sind auch schon bereit.

Wir haben unser erstes Artefakt geborgen und die Karten für das nächste sind auch schon bereit.

Zum Abschluss wird jetzt noch der Flutpegel eingestellt. Zusätzlich zum Aufbau der Insel bestimmt auch der Flutpegel über die Schwierigkeitsstufe des Spiels und neben jeder Stufe sind Schwierigkeitsgrade notiert – persönlich kann ich mir nicht vorstellen, dass „Legende“ zu gewinnen ist, aber sagt mir, falls ihr es schafft. 😉

Und schon kann es losgehen.

Drei Artefakte. Schaffen wir es noch, das vierte zu bekommen, bevor die Insel uns tötet?

Drei Artefakte. Schaffen wir es noch, das vierte zu bekommen, bevor die Insel uns tötet?

Spielablauf:

Reihum ist jeder Spieler an der Reihe (wobei, da es sich um ein Teamspiel handelt, immer alle mit überlegen sollten, was getan werden muss) und kann dabei bis zu drei Aktionen ausführen, bestehend aus:

  • Ein überflutetes Inselfeld heben
  • Ein Feld ziehen
  • Eine Artefaktkarte an einen Mitspieler übergeben
  • Ein Artefakt bergen.

Zusätzlich gibt es bei den Artefaktkarten noch Sandsäcke und Helikopter, die gespielt werden können. Sie gelten aber nicht als Aktion und können jederzeit genutzt werden.

Wenn der Zug abgeschlossen ist, werden zwei neue Artefaktkarten gezogen, die der Spieler auf die Hand nimmt (offen, versteht sich, es ist schließlich ein Teamspiel). Zieht er dabei eine „Die Flut Steigt“ Karte, dann wird der Flutpegel erhöht und die bereits gezogenen Flutkarten gemischt und zurück oben auf den Stapel gelegt.

Zu guter Letzt werden dann noch so viele Flutkarten gezogen, wie der Wasserpegel anzeigt (auch ohne, dass eine „Die Flut steigt Karte“ gezogen wurde).

Wenn man genug Artefaktkarten beisammen hat, kann man sie auf den entsprechenden Tempeln gegen das jeweilige Artefakt tauschen.

Dann ist der nächste Spieler dran, bis die Insel uns entweder ertränkt hat, unser Landeplatz abgesoffen ist oder wir erfolgreich die Insel verlassen haben.

Geschafft, vier Artefakte beisammen und die rettende Helikopterkarte auch, jetzt nur noch zum Landeplatz.

Geschafft, vier Artefakte beisammen und die rettende Helikopterkarte auch, jetzt nur noch zum Landeplatz.

Spielbericht:

Nachdem das Spielfeld aufgebaut war, konnten wir loslegen. Geeignet ist Die Verbotene Insel für 2 – 4 Spieler (wobei ich es auch schon zu sechst gespielt habe) und wir haben es einfach mal mit der Mindestzahl versucht und waren zu zweit.

An Rollen waren die Pilotin und der Ingenieur im Spiel. Wir konnten also rumfliegen und mehr geflutete Inselteile heben. Das Feld der Pilotin wurde auch prompt geflutet, was ihr nasse Füße und uns ein schwieriges Spiel bescherte. Wenn man alle Artefakte geborgen hat, muss man nämlich zum Landeplatz, um von dem zu starten, seine frühe Flutung bedeutet, dass man konstant ein Auge auf ihn haben muss und ihn nicht einfach untergehen lassen kann, auch wenn man sich lieber um andere Dinge kümmern würde. Wir waren also auf das Schlimmste gefasst.

Mein Ingenieur hatte Glück und ich habe ziemlich konstant zu Beginn die Flammen gezogen, um die dann gegen das entsprechende Artefakt umzutauschen. Danach soffen uns aber erstmal mehrere Inselteile komplett ab, bevor die Pilotin mir die restlichen Karten übergeben konnte, die ich brauchte, um das nächste Artefakt (einen beschädigten Globus) zu bergen.

Einige weitere Absaufungen später war sie dann aber auch mal dran und konnte einen geflügelten Löwen bergen. Nein, er hat nicht versucht, sie zu fressen.

Wir haben ihn erreicht und können die Insel verlassen. Von Duschen und Badewannen halten wir uns künftig aber fern - das war genug Wasser für zwei Leben.

Wir haben ihn erreicht und können die Insel verlassen. Von Duschen und Badewannen halten wir uns künftig aber fern – das war genug Wasser für zwei Leben.

Zu guter Letzt sammelten wir dann noch die nötigen Karten für den Kelch bei mir, während die Pilotin sich darauf konzentrierte, weiter entfernte Inselteile am Leben zu halten, indem sie hin und her flog, denn so langsam wurde es eng auf der Insel – und wir hatten einfach nicht genug Gummistiefel dabei.

Auch das letzte Inselteil konnten wir aber bergen und uns dann auf den Landeplatz retten, von dem aus wir dann davonflogen, nur um mitten in einer Wüste abzustürzen – Abenteurerglück halt.

Die abgesoffenen Inselfelder.

Die abgesoffenen Inselfelder.

Fazit:

Etwas weniger komplex als sein Nachfolger, aber dennoch immer wieder spannend. Die Verbotene Insel lebt vom kooperativen Spiel – Alleingänge führen unter Garantie zum Tod.

Auch die Spezialfähigkeiten der verschiedenen, sehr liebevoll gestalteten, Figuren ergänzen sich gut und sind eigentlich in jeder Kombination spielbar. Erfahrungsgemäß kann ein einzelner Spieler auch mehrere Figuren kontrollieren und man kann auch, entgegen der Spielbeschreibung, mit mehr als vier Spielern spielen.

Wertung: 5/5 überflutete Staudämme.

Verbotene Insel I

Und weil es so schön war, haben wir es dann auch gleich noch auf einem schwierigeren Aufbau gespielt.

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