Libri und das 21. Jahrhundert


Gedanken2Jaja, ich meckere öfter mal über den deutschen Buchhandel. Aber was soll ich auch tun, wenn ich mal wieder darüber stolpere, dass einer der größten deutschen Zwischenhändler  noch immer nicht im 21. Jahrhundert angekommen ist.

Wie ihr aus der Überschrift erkennen könnt: Die Rede ist von Libri. Wobei sie ja mittlerweile modern erscheinen wollen und sich ebook.de nennen. Nicht nur ihre Webseite, sondern offenbar gleich die ganze Firma. Aber modern erscheinen wollen und modern sein … das sind zwei grundverschiedene Dinge.

Statt dem eigenen Namen – und dem daraus resultierenden Anspruch – gerecht zu werden, hängt man den Zeichen der Zeit noch immer hinterher.

Aber warum mecker ich hier eigentlich? Nun, simpel: Zu meinem Geburtstag hatte ich, als Geschenk an meine Leser und die, die es vielleicht noch werden wollen, den Preis für meinen ersten Roman (und die Eröffnung der Schattengalaxis Saga) Schattengalaxis I – Die letzten Tage auf 0,00€ reduziert – dauerhaft.

Als ich damals angefangen habe, Bücher herauszubringen, hat Libri noch kostenlose E-Books akzeptiert. Irgendwann haben sie das aber geändert (im Übrigen, ohne alle ihre Geschäftskunden darüber zu informieren, wie ich daran erkennen kann, dass die allererste Version der XXL-Leseprobe vor einer Woche noch immer bei einigen der von Libri belieferten Shops rumgeisterte) und weigert sich seitdem, kostenlose E-Books in den Shop aufzunehmen. Zeitgleich hat man alle in der Datenbank vorhandenen kostenlosen E-Books gelöscht.

Zurück zur aktuellen Situation: Die letzten Tage kostete vor wenigen Tagen bei Libri(nein, ich weigere mich ein rückständiges Unternehmen mit seinem Möchtegern-Modernen neuen Namen anzusprechen) noch immer 0,99€. Man hatte nicht nur entschieden, keine kostenlosen E-Books zu führen, nein, man hat für ein eigentlich kostenloses Buch weiter fröhlich Geld von meinen Lesern kassiert.

Bei Bookrix ist man da zum Glück moderner. Nach einer kurzen Mail wurde eine Löschaufforderung an Libri geschickt, die dann immerhin auch prompt umgesetzt wurde. Diesmal scheint die auch an den Einzelhandel weitergeleitet worden zu sein, sogar die erste Version der XXL-Leseprobe ist bei den Einzelhändlern nun endlich verschwunden (hat nur ein Jahr gedauert…). Bevor ich zulasse, dass meine Leser hinters Licht geführt werden, lasse ich mir lieber ein paar Einnahmen über Libri entgehen.

Und sollte mich nun irgendwer darauf ansprechen, warum der erste Band der Schattengalaxis-Saga für ihn nicht erreichbar ist, kann ich den dann in aller Ruhe an Händler weiterleiten, die im 21. Jahrhundert angekommen sind.

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