Der Verlag will Geld von mir. Was nun?


AutorenSo oder in ähnlicher Form tauchen regelmäßig Fragen auf Facebook oder in anderen Autorenforen auf. Das Szenario läuft dabei meist wie folgt:

Autor XY hat ein Manuskript (oder auch mehrere) an einen „Verlag“ geschickt, den er im Internet gefunden hat. Nun hat der „Verlag“ das Manuskript angenommen und will es unbedingt drucken. Der Autor ist natürlich Feuer und Flamme und freut sich, dass er nun endlich einen Verlag gefunden hat.

Doch dann kommen die Fragezeichen. Für die Veröffentlichung will der „Verlag“ einen Vorschuss. Der Autor soll Betrag X (meist so um die 800€) überweisen, damit die Maschinerie angeworfen wird.

Teilweise wird die Zahl auch anders erreicht. Da kostet dann das Veröffentlichen nichts, sondern der „Verlag“ verlangt, dass der Autor eine gewisse Zahl von Büchern selbst kauft. Im Ergebnis landet das dann auch bei so knapp 800€. (Selbst wenn ihr einen anderen Betrag als diese 800€ gesagt bekommt, es ändert nichts an dem, was folgt!)

Was nun?

Simple Antwort: Hoffen, dass noch nichts unterschrieben wurde und dem „Verlag“ eine Absage erteilen!

Komplizierte Antwort: Bei dem „Verlag“ handelt es sich um einen sogenannten Druckkostenzuschussverlag. Die Autoren werden mit angeblich hohen Tantiemen gelockt, sollen dann aber ordentlich Geld bezahlen, bevor der Strom an großen Einnahmen kommen soll.

Dieser große Strom wird niemals kommen. Die Bücher kosten im Handel dann meist exorbitant viel und werden vom Einzelhandel nicht gekauft. Das Ziel dieser „Verlage“ ist so oder so nicht, dass die Bücher verkauft werden. Druckkostenzuschussverlage fahren ihren Gewinn nicht mit dem Verkauf von Büchern an echte Leser ein, sie verdienen sich eine goldene Nase an den armen Autoren, die es nicht besser gewusst haben.

Sie sind das Krebsgeschwür der Buchbranche!

Aber wie veröffentliche ich meine Bücher dann?

Wenn du keine Antwort von einem seriösen Verlag bekommen hast oder nur Ablehnungen, dann nimm am besten den Weg des Selbstverlages. Für E-Books gibt es eine wahre Schwemme von Anbietern, die sehr seriös sind. Ich selbst veröffentliche mit einer Kombination von Bookrix und KDP für meine E-Books. Andere Autoren nutzen Neobooks, Xinxii und diverse weitere Plattformen.

Für Bookrix habe ich vor einiger Zeit auch eine kleine Anleitung geschrieben.

Für die Taschenbuchausgabe kann ich dann Createspace sehr empfehlen (das nutze ich selbst), aber auch BoD wird von vielen genutzt.

Für Createspace habe ich, wie auch für Bookrix, eine Anleitung geschrieben.

Zusammenfassung:

Kein seriöser Verlag verlangt Geld von seinen Autoren. Finger weg!

Dieser Beitrag ist Teil meines Autorenratgebers Wie Veröffentliche Ich Richtig?: Selfpublishing-Tipps für Einsteiger und Fortgeschrittene. Wenn er euch gefallen hat und die Informationen für euch hilfreich waren, bedankt euch doch bei mir, indem ihr das E-Book kauft.

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