Ein Stück tote Kindheit


Quelle: http://www.sosch.de/

Quelle: http://www.sosch.de/

Gestern war ich mal wieder in Gropius Passagen in Berlin. Während die sich seit meiner Kindheit stark verändert haben, haben sie doch immer eine Konstante geboten: Den Buchladen, in dem ich seit der ersten Klasse meine Bücher gekauft habe.

Jedes Mal wenn ich in Berlin bin gehe ich da hin, kaufe hin und wieder auch immer noch was. Ich weiß, dass meine Mutter ihre Bücher da noch immer auf mein Kundenkonto bestellt.

Leider musste ich dann an den Türen ein Plakat mit dem Titel „So Schade“ sehen. Die fettgedruckten Buchstaben waren auf dem Plakat auch fett und ergeben den Namen des Buchladens: Sosch. Auf die Distanz konnte ich den restlichen Text nicht lesen, ahnte aber bereits Schreckliches. Und aus der Nähe wurde es dann nicht besser: Der Buchladen, mit dem ich groß geworden bin, der mir mein erstes Buch verkauft hat, bei dem ich hunderte von Büchern geholt habe und bei dem man mich als Kind und Jugendlichen kannte und immer wusste, was ich gerade haben wollte (Ja, ich bin wirklich an die Theke gekommen und die Mitarbeiter wussten bereits wer ich bin und was ich diesmal bestellen wollte) und zu dem ich auch heute noch auf den Buchseiten meiner Webseite verlinke, damit ihr dort meine Bücher kaufen könnt, macht am 31.12. zu.

So stirbt ein Stück wunderbare Kindheit und ich muss sagen, es nimmt mich tatsächlich mit.

Trotzdem an dieser Stelle: Frohe Weihnachten allerseits und ich hoffe, dass euch eure Buchhandlungen noch lange erhalten bleiben werden.

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