Spiele: Mensch ärgere dich nicht – Das 3-Dreh Spiel


Von Mensch ärgere dich nicht gibt es ja nun wirklich viele Klone (zugegebenermaßen ist Mensch ärgere dich nicht auch nur ein Pachisi-Klon), die alle ähnliche Namen tragen und sich durch minimale Änderungen unterscheiden. Mal sind es fünf Figuren, mal sechs, mal kann man es mit mehr Spielern spielen oder das Spielfeld ist etwas anders angeordnet … alles in allem ändern sie immer nicht viel.

Anders sieht es bei der „offiziellen“ Variante aus, die Schmidt Spiele irgendwann herausgebracht hat (ich habe keine Ahnung wann, weder auf der Packung noch in der Anleitung steht das Datum der Variante, nur für Mensch ärgere dich nicht selbst).

Alle im Kreis nach oben

Schwarz fehlt nur noch eine Figur auf der 2. Ebene, dann ist die erste im Ziel

Bei der „3-Dreh“ Variante (nein, das Wortspiel stammt nicht von mir) jagen wir uns nicht alle im Kreis, sondern auf dreieckigen Feldern (liegenden Pyramiden) eine Pyramide hinauf, die sich dabei sogar ebenenweise drehen kann. Was im ersten Moment seltsam klingt, spielt sich überraschend flüssig. Es ist allerdings manchmal schwierig, die „Rückseite“ (die unterscheidet sich dabei für jeden Spieler, da ja alle auf einer anderen Seite sitzen) im Auge zu behalten. Will man Überblick haben muss man also entweder ständig aufstehen oder sich gar nicht erst hinsetzen.

Aufwärts kann man dabei immer nur, wenn man auf einem Pyramidenfeld mit der gleichen Farbe wie das angrenzende obere Pyramidenfeld steht. Zur Auswahl stehen dabei, wie auf den Fotos auch klar sichtbar, gelb und schwarz. Zum Start gibt es immer nur ein einzelnes Feld in der eigenen Reihe, das sich farblich in die nächsthöhere Ebene einpasst. Ändern kann man das, indem man einen seiner Würfelpunkte ausgibt, um die Pyramide zu drehen. Dabei dreht man dann auch immer die Ebenen darüber mit, verschiebt also möglicherweise gleich ein Dutzend Spielfiguren.

Mehr Taktik

Ein Feld nach oben. Die Pyramide ist schon kräftig verdreht

Im Laufe des Spiels lässt sich das auch taktisch einsetzen, um dem nächsten Spieler in der Reihe eine gegnerische Figur vorzusetzen, die der schlagen kann. Ich empfehle, das mit einem süffisanten Grinsen zu tun, um Ärger zu provozieren.

Bei einer Sechs wird im Übrigen nicht wiederholt und aus seinem Startfeld kann man immer herauskommen. Egal, was man würfelt. Es gibt auch keinen Schlagzwang, ganz im Gegenteil: Man kann gegnerische Figuren sogar überspringen. Das wird dann sinnvoll, wenn man sich weiterbewegen will, denn eine Figur die den Gegner schlägt, kann sich nicht mehr bewegen. Stattdessen kann man mit seinen verbliebenen Augen dann aber eine andere Figur bewegen oder die Pyramide drehen — denn man kann seine Würfelaugen frei verteilen.

Sobald man auf jeder Ebene eine Figur stehen hat, darf man seine Figur von der Spitze nehmen; Sie ist im Ziel.

Zum Ende sei noch erwähnt, dass man das Spiel mit bis zu sechs Spielern spielen kann, jeder zehn Figuren hat (aber immer noch nur vier ins Ziel bringen muss, um zu gewinnen) und die Startpositionen und Farben bei sämtlichen Spielerzahlen (3 – 6) fest vorgegeben sind. Damit ist man etwas reglementierter, als beim klassischen Mensch ärgere dich nicht. Das ist aber, aufgrund des Spielaufbaus, auch gut so.

Wir haben das Spiel früher viel bei einem Kumpel gespielt, bevor wir uns am Abend bei ihm im Partykeller besoffen haben und der Rest der Partygäste gekommen ist. Meine Note mag also mit etwas Nostalgie verklärt sein.

Wertung

3,5 von 5 schnaufenden Bergsteigern


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