Spiele: Die Vergessene Stadt 2


Die Vergessene Stadt AIch habe eine große Vorliebe für Spiele. Das fing als Kind mit Kartenspielen an, setzte sich über Brettspiele fort und endete irgendwann in Computerspielen. Die dann wiederum zu Battletech führten, für das ich heute ja sogar schreibe. Aber in dieser neuen Kategorie möchte ich weder über Computerspiele noch über Battletech reden. In dieser neuen, voraussichtlich wöchentlich gefüllten, Kategorie geht es mir um Brett- und Kartenspiele.

Jede Woche werde ich ein Spiel präsentieren und Erfahrungsberichte liefern. Das werden nicht immer nur komplett neue Spiele sein, sondern gerne auch mal ein guter Klassiker – wobei ich wohl eher nicht über „Mensch ärgere dich nicht“ berichten will, das wäre nun wirklich abwegig. 😉

Der Inhalt der Box, die Spielanleitung habt ihr ja oben bereits gesehen. Beachtet vor allem die wunderschön gestalteten Figuren.

Der Inhalt der Box, die Spielanleitung habt ihr ja oben bereits gesehen.
Beachtet vor allem die wunderschön gestalteten Figuren.

Wir beginnen diese Woche mit „Die Vergessene Stadt„, dabei handelt es sich um eine Mischung aus Brett- und Kartenspiel.

Zur Story:

Eine Gruppe von Abenteurern ist über einer Wüste abgestürzt. In dieser Wüste versuchen sie nun, die dringend benötigten Teile zu finden, die sie brauchen, um ihre Flugmaschine wieder instand zu setzen.

Dabei sind sie pausenlos in Gefahr zu verdursten und müssen sich auch noch gegen einen Sandsturm erwehren, der es sich offenbar zum Ziel gemacht hat, sie unter sich zu begraben.

Und unter dem Wüstensand vergraben befindet sich: Die Vergessene Stadt.

Ziel des Spiels:

Wie ihr aus der Story sicher schon herausgelesen habt: Das Ziel ist es, die Flugmaschine zu reparieren und der Wüste zu entkommen.

Das aufgebaute Spielfeld zu Beginn des Spiels.

Das aufgebaute Spielfeld zu Beginn des Spiels.

Spielaufbau:

Das Spielfeld besteht aus 24 quadratisch ausgelegten Kartenteilen, unter denen Hinweise vergraben sind, wo sich die Bauteile befinden. In der Mitte des Spielfeldes liegt das Auge des Sturms.

Bereits auf dem Spielfeld verteilt sind ein paar Sandkarten, die es schwerer machen, die einzelnen Felder aufzudecken und unter ihnen Hinweise zu Bauteilen aber auch hilfreiche Gimmicks wie Sandstaubsauger, Jetpacks oder Wasserflaschen zu finden.

Ebenfalls vergraben: Oasen, in denen wir uns mit Wasser versorgen können, eine davon ist leider eine Fata Morgana.

Wir hatten schnell erste Hinweise aufgedeckt und ein Teil gefunden.

Wir hatten schnell erste Hinweise aufgedeckt und ein Teil gefunden.

Spielablauf:

Das Spiel ist ein Teamspiel. Reihum sind die Spieler an der Reihe und versuchen gemeinschaftlich die Teile zu finden. Trotzdem hat noch immer jeder seine eigene Spielfigur, über die schlussendlich er entscheidet. Aber Vorsicht: Ihr könnt nicht alleine zum Sieg kommen. Wenn einer der Abenteurer verdurstet, haben alle verloren. Teamarbeit ist Pflicht.

Während des eigene Zuges kann man vier Aktionen ausführen: Sich bewegen, Sand abtragen, ein Feld ausgraben oder Bauteile bergen. Zusätzlich hat jede Spielfigur eigene Spezialfähigkeiten, die aber immer auf den eigenen Charakterkarten sauber erklärt sind.

Am Ende jedes Zuges bewegt sich der Sandsturm und verdeckt dabei einzelne Wüstenfelder mit Sand. Wenn der Sand sich zu hoch stapelt, kann man ein Feld nicht mehr betreten (man muss den Sand vorher wieder abtragen) und, wenn alle Sandteile verbraucht sein sollten, wird die Gruppe vom Sand verschüttet und hat verloren.

Auch das zweite Teil folgte schnell.

Auch das zweite Teil folgte schnell.

Spielbericht:

Wir haben auf der Anfängerstufe begonnen und uns an das Spiel herangetastet. Da ich das Vorgängerspiel „Die Verbotene Insel“ bereits kannte, habe ich sozusagen den Spielleiter gemimt – aber natürlich auch selbst mitgespielt. Wirklich brauchen tut das Spiel einen Spielleiter jedoch nicht, aber es ist einfacher, wenn sich nur ein Spieler um die Wüstenkarten kümmert als wenn alle durcheinanderfummeln. 😉

Wir haben relativ früh die ersten beiden Bauteile gefunden, die auch prompt von der gleichen Spielerin aufgesammelt wurden. Das ist nicht nötig, war aber ein schöner Zufall.

Das Spiel verlief recht positiv, bis wir dann schnell hintereinander von mehreren „Die Sonne Brennt“-Karten getroffen wurden. Diese Karten werden aus dem Wüstenstapel gezogen und lassen die Spieler jeweils einen Punkt aus ihrer Wasserflasche verlieren.

Doch die Wüste schlug zurück und unser Forscher verdurstete.

Doch die Wüste schlug zurück und unser Forscher verdurstete.

Gegen den schnellen Absturz unserer Wasservorräte waren wir nicht gewappnet und prompt ist uns eine Spielerin verdurstet und wir haben verloren – zum Überfluss war das dann natürlich auch noch die Spielerin, die bisher die Teile für die Flugmaschine gesammelt hatte, was es gleich doppelt schmerzlich macht.

Jetzt könnte man die Schuld unserem Wasserträger geben (ja, das ist eine Charakterklasse), aber da es ein Teamspiel ist, muss man so fair sein zu sagen, dass wir alle nicht ordentlich aufgepasst haben.

Dennoch hatten wir viel Spaß und werden es auf einen neuen Versuch ankommen lassen. Schließlich wird man aus Fehlern klug und wir wissen nun, worauf wir zukünftig mehr zu achten haben.

Fazit:

Das Spiel wirkt im ersten Moment recht komplex, ist aber tatsächlich gar nicht so kompliziert, wenn man sich erstmal rangesetzt hat. Es ist logisch aufgebaut und auch wenn ich der einzige war, der das Regelwerk gelesen hat, haben die Anderen es schnell verstanden und konnten Spaß haben.

Da man die meisten Spiele gegeneinander spielt ist es hier sehr angenehm in der Gruppe zu arbeiten und gemeinsam zu Lösungen zu kommen. Es hat sich sofort ein Teamgeist eingestellt.

Die Karten sind gut erklärt und die wunderschönen Grafiken helfen zusätzlich. Von den Spielfiguren will ich gar nicht erst reden, die sind super gestaltet und durch klare farbliche Trennung voneinander kommt man auch nie durcheinander, wer wer ist.

Trotz der Unterschiede zum Vorgänger fühlt man sich, wenn man „Die Verbotene Insel“ gespielt hat sofort heimisch, dennoch finden sich genug Unterschiede, um den zweiten Teil eigenständig zu machen. So soll es sein.

Ich würde sagen: 5/5 Punkten

Die wunderschöne Unterlage stammt übrigens nicht von mir, sondern wurde uns zur Verfügung gestellt. Sie ist eigentlich für „Siedler von Catan“ gedacht, macht sich aber auch für andere Spiele perfekt.

Die Vergessene Stadt G


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