Interview mit dem absolut echten und ungekürzten Thomas Oppermann 2


Foto: Olaf Kosinsky/Skillshare.eu
Bearbeitung: Daniel Isberner

Nach seinem Interview im Berliner Tagesspiegel haben wir versucht, Thomas Oppermann für ein Gespräch zu erreichen. Völlig überraschend sagte er zu und führte das folgende Interview mit uns:

Herr Oppermann, Sie haben dem Berliner Tagesspiegel gesagt, Merkel würde sich auf den wirtschaftlichen Erfolgen von Gerhard Schröder ausruhen. Was meinen sie damit?

Ist das nicht offensichtlich? Schröder war toll. Der beste Kanzler, den dieses Land je hatte. Und er uns wirtschaftlich groß gemacht.

Mit Hartz IV?

Natürlich. Wirtschaftlich war das super. Die armen Schlucker leben jetzt alle in Angst und nehmen Jobs zu Hungerlöhnen an, nur um nicht verhungern zu müssen. *lacht* Tolles Wortspiel.

Aber ist die SPD nicht eigentlich eine soziale Partei?

Sozial … kommen Sie mir nicht mit Sozial. Ich rede von wirtschaftlichen Erfolgen. Wirtschaftlich war Hartz IV eine super Sache. Die Menschen … Pech gehabt.

Und Leiharbeit?

Auch wirtschaftlich super. Firmen können plötzlich für viel weniger Kosten mehr Jobs schaffen.

Manche von ihnen entlassen Mitarbeiter, nur um sie danach für weniger Geld über eine Leiharbeitsfirma wieder einzustellen …

Ja. Eben. Wirtschaftlich ist das schlau. Würde ich auch so machen.

Prekäre Arbeitsverhältnisse?

Was soll damit sein?

Finden Sie die nicht schlecht?

Nein. Menschen in Angst arbeiten länger für weniger. Auch das ist …

Jaja, wirtschaftlich super. Wir haben es verstanden.

Eine letzte Frage, Herr Oppermann: Wie können Sie nachts schlafen?

Drei Ein-Euro-Jobber wiegen mein Bett sanft, bis mir die Augen zu fallen.

Vielen Dank für das ergiebige Gespräch. Ich gehe mich dann mal übergeben.

Für vier Euro die Stunde hält Ihnen ein studierter Bauingenieur mit Diplom mit Auszeichnung die Spucktüte. Warten Sie, ich suche schnell die Nummer der Leiharbeitsfirma heraus.


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2 Gedanken zu “Interview mit dem absolut echten und ungekürzten Thomas Oppermann

  • Greschke-Begemann, Gerda

    Na ja, witzig ist der Beitrag schon. Gibt es ein Pendant mit Politikern der noch konservativeren Parteien?

    • Daniel Autor des Beitrags

      Naja … die sind dann seltener aus der SPD und loben noch seltener Gerhard Schröder, für seine „wirtschaftlichen Erfolge“. Der SPD täte es gut, endlich mal zu den Fehlern aus der Schröderzeit zu stehen und zu sagen „Ja, wir haben Mist gebaut. Aber wir wollen daraus lernen und es zukünftig besser machen“, stattdessen lobt der Fraktionsvorsitzende den Schöpfer von Hartz IV und Leiharbeit für seine „wirtschaftlichen Erfolge“ — und das obwohl die SPD (mal wieder) mit „sozialer Gerechtigkeit“ in den Bundestagswahlkampf zieht. Perfider geht es ja kaum noch.