Bastei Lübbe schreibt 11 Millionen Verlust


Die Zahl kann sich sehen lassen. Statt einem, auch schon ordentlichen, Verlust von 300.000 € wie im Vorjahr, wird Bastei Lübbe für das aktuelle Geschäftsjahr wohl einen Verlust von 11.000.000 € machen (ja, das sind wirklich so viele Nullen).

Wenn man sich mit Buchführung ein bisschen auskennt, dann weiß man, dass sowas tatsächlich passieren kann, wenn Unternehmsbesitz neu eingeschätzt wird, aber dennoch wäre es fatal hier davon auszugehen, dass einfach nur der Wert der veralteten Büromöbel niedriger eingeschätzt wurde als letztes Jahr noch gedacht und man deswegen weniger besitzt. Die DPA spricht davon, dass hier vor allem die vorhandenen Manuskripte neu bewertet wurden. Das ist dann schon eine niederschmetternde Einschätzung, wenn einem jemand sagt: Hey, die Bücher die ihr verkauft? Die sind elf Millionen Euro weniger wert, als ihr glaubt.

Da muss man erstmal schlucken und es wirft ein schlechtes Licht auf die Auswahl der Manuskripte und generell der Verlagsstrategie.

Gerade bei der hatte Bastei Lübbe aber eine ganze Zeit lang versucht, sich (anders als die meisten anderen Verlage) der Digitalisierung nicht vollends zu verschließen und hat einige Experimente gewagt und kleinere Unternehmen eingekauft. Hier hat man sich aber wohl auch verzettelt und an manchen Stellen muss man wohl auch sagen: Mit Ansage. Ein paar erfolgreiche Plattformen wurden zugemacht, um die User auf einer anderen „zu bündeln“. Wer sowas schonmal versucht hat der weiß, dass die Idee in etwa so klug ist, wie Rohrreiniger zu trinken. Aber bei Bastei Lübbe wollte man das halt.

An anderer Stelle hat man sich zwar nicht derart verzettelt, aber dann halt mittendrin irgendwie aufgegeben und Murks zurückgelassen (das einst sehr beliebte Beam-Ebooks ist hier ein gutes Beispiel [NACHTRAG: Mehr Infos dazu gibt es bei PhantaNews]). An wieder anderen Stellen hat man sich nicht gut genug darum gekümmert, dass es weiter voran geht. Hier muss ich offenbar leider Bookrix listen. Ich mag Bookrix, ich mag das Team, aber an vielen Stellen mangelt es an Funktionen, die bei anderen Anbietern existieren oder mit denen man sich von eben diesen anderen Anbietern abheben könnte. Das ist sehr schade, denn die Leute die dort arbeiten sind extrem bemüht. Dennoch stagniert es etwas, seit Bastei Lübbe das Unternehmen übernommen hat — vorher machte es den Eindruck, dass mehr vorangetrieben wird.

Bei dem Versuch, eine digitale Vorreiterrolle einzunehmen muss man zu Bastei Lübbe dann wohl sagen: Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht.

Spannend ist, dass man wohl aber Umsatzgewinne im Kerngeschäft verzeichnet hat (dank Dan Brown und Ken Follet), aber trotzdem zwanzig Millionen Euro weniger Umsatz gemacht hat. Alles in allem wirkt das so, als wenn sich da jemand ganz massiv verkalkuliert und übernommen hätte.

Die Lösung soll wohl ein „umfassendes Programm zur Effizienzsteigerung“ sein … wer sowas schonmal erlebt hat weiß, was das bedeutet: Es wird ein teure Beraterfirma angestellt, die wird Mitarbeiter bei der Arbeit stören und danach empfehlen, diese Mitarbeiter zu entlassen, weil sie nicht ordentlich arbeiten würden. Danach kassieren die Beraterfirma und die Manager einen Bonus und es sind nicht mehr genug kompetente Mitarbeiter vorhanden, um die Kunden zufrieden zu stellen, was sich dann zeitnah in niedrigeren Umsätzen bemerkbar machen wird.

Danach stellt man dann eine andere Beraterfirma an, um nochmal die Effizienz zu steigern …

In diesem Sinne: Tschüss Bastei Lübbe, wenn ihr dann pleite seid, kaufe ich vielleicht einen Bürostuhl aus der Insolvenzmasse.


Schattengalaxis – Neue Welten

Im Jahr 2122 startete das riesige Kolonieschiff Neue Welten in die Tiefen des Alls, um mit einer 7.000 Mann starken, zur Hälfte aus Soldaten und Zivilisten bestehenden Besatzung, mit der Besiedlung neuer Welten zu beginnen, doch es kam anders als gedacht.
Nach knapp einem Jahr im Hyperraum entdeckt Dr. Annabelle Armnaissance, dass sich jemand an den Systemen des Schiffes zu schaffen gemacht hat. Jeder an Bord könnte der Verräter sein und sie weiß nicht, wem sie vertrauen kann.
Das Gelingen ihrer Mission steht auf Messers Schneide …

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153 Jahre später, gestrandet in einem Teil der Galaxis, der von Aliens beherrscht wird und in dem Menschen als minderwertige Außenseiter behandelt werden, nutzt die Crew der Erowans Rache die hochentwickelte kybernetische Technologie der Menschen dazu, um fremde Welten und Technologie längst vergessener und ausgestorbener Aliens zu entdecken.
Die Erkundung eines uralten Bauwerks auf XDV3Z1-7 stellt sich dabei als schwieriger und lebensgefährlicher heraus, als Brian Malcah und sein Team je gedacht hätten …

 

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