Auftragsmörder empört


Der österreichische Auftragsmörder Herbert Cornelius Stracke ist empört. Während er ganz harmlos dabei war, den Chef einer Baufirma zu ermorden, hat ihn ein Fotograf heimlich dabei aufgenommen. Für Stracke steht nun fest: »Der Fotograf gehört hinter Gitter!«

Unklar ist noch, wer den Fotografen beauftragt hat, aber auch das will Stracke herausfinden und den Auftraggeber am Ende selbst lynchen.

»Ich habe schließlich nichts verwerfliches getan. So ein kleiner Mord hier und da … das ist nichts dagegen, heimlich fotografiert zu werden!«

Auch ein anderes stichhaltiges Argument liefert Stracke, warum er unschuldig sei: »Meine Auftraggeberin hat mir nie Geld gegeben. Sie hatte mir zwar eine knappe Million Euro versprochen, aber mir das Geld einfach nie überwiesen. Und das, wo ich ihr sogar extra noch einen Verein genannt hatte, der das Geld heimlich an mich weiterleiten würde. Eine Frechheit sowas!«

Für Stracke steht fest, dass auch das weiße Pulver, das während des Mordes an seinen Nasenflügeln geklebt hat, nichts weiter verwerfliches war. »Ich habe halt Schuppen. Und sollte das doch irgendwas anderes gewesen sein, dann hat meine Auftraggeberin mich dazu gebracht, das Zeug zu schnupfen. Ich wollte das gar nicht.«

Generell steht Stracke dafür ein, Auftragsmorde endlich nicht mehr strafrechtlich zu verfolgen. Schließlich sei noch niemals jemandem etwas Schlimmes durch Landesverrat Auftragsmord passiert. »Ein paar Tote hier und da. Na und? Mein großes Vorbild ist ein österreichischer Auftragsmörder, der nach Deutschland gegangen ist. Millionen von Menschen hat er ermordet. Von solchen Zahlen kann ich bislang nur träumen.« Stracke scheint in Gedanken zu schwelgen. »So ein kleiner Genozid unter Freunden …. hachja.«

Sorgen um seine Zukunft mache Stracke sich keine. Schließlich habe ihm ein Saudischer Kronprinz bereits eine Menge Geld dafür geboten, ihm genau zu erklären, wie man es schaffen kann, sich als Auftragsmörder so geschickt als Opfer darzustellen. Sowieso sei an allem nur die jüdische Weltverschwörung schuld, die es auf Auftragsmörder abgesehen habe.

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