Wer Hass sät …


Gerade konnte ich im Tagesspiegel einen Artikel dazu lesen, wie die AfD es ausnutzt, Skandale zu provozieren und dann in der kalkulierten Provokation zu baden und sich Wählerstimmen zu sichern. Es war der gefühlt tausendste Artikel zur gleichen Thematik, den ich in den letzten zwei Jahren gelesen habe. Die Information ist nicht neu, jeder weiß es. Doch für den Tagesspiegel war es einen Artikel wert. In dem sich dann natürlich auch darüber ausgelassen wurde, dass es eben ein Dilemma sei, dass auch dieser Artikel wieder die AfD und ihre neueste Provokation thematisieren muss.

Ja verflucht nochmal, dann schreibt doch nicht solche Artikel, dann geratet ihr auch nicht in dieses angebliche Dilemma. Das natürlich kein Dilemma ist, denn genau so, wie die AfD sich in der Aufmerksamkeit durch ihre Möchtegernskandälchen suhlt, so suhlt sich die Presse in den Auflagen und Klicks, die ihnen derartige Artikel bringen.

Das Problem ist dabei natürlich zu 100% hausgemacht. Damals, als die AfD neu und vor allem öffentlich erstmal eurokritisch war (auch damals hat Lucke natürlich liebend gern die Stimmen der Rechten genommen und aktiv um sie geworben), war sie absolut null Aufmerksamkeit wert. Sie war eine Parteigründung unter vielen, wie es sie immer wieder gibt (man schaue sich mal allein die Länge des Stimmzettels bei der Bundestagswahl an).

Aber man wollte mit ihr dasselbe Spiel spielen, das man mit den Piraten gespielt hat: Man schreibt eine kleine Splitterpartei groß, erhöht die die eigene Auflage und spült Geld in die Kassen. Wenn man mit ihr fertig ist, dann sorgt man für Streit, berichtet groß über den Streit und guckt zu, wie der Streit dafür sorgt, dass die Partei sich selbst zerlegt und man mit dieser Zerlegung wieder neue Auflage provozieren kann.

Bei den Piraten hat das ja wunderbar funktioniert. Die Partei war unerfahren, viele der führenden Mitglieder naiv (und lebten diese Naivität dann auf Twitter voll aus und nannten sie „Transparenz“), man wollte ernsthafte Politik machen und etwas verändern, man war (anders als viele Medienberichte damals glauben machen wollten) nie gewillt, Stimmen vom rechten Rand anzunehmen und vor allem war das beschriebene Prinzip neu und unbekannt.

Bei der AfD war das natürlich anders. Niemand dort hatte je vor, Stimmen vom rechten Rand oder gar von Nazis abzulehnen. Niemand dort wollte ernsthafte Politik machen und das Prinzip war bekannt. Man hatte es ja gerade erst live beobachten können.

Das führte also dazu, dass der ganze Mechanismus nicht mehr funktionieren konnte. Die Partei war darauf vorbereitet, dass genau dieses Spiel mit ihr gespielt werden würde. Man hat also von Beginn an auf Wähler gesetzt, die sich provozieren lassen. Die vor allem von Unzufriedenheit und Hass motiviert wurden. Und was motiviert solche Leute besser, als wenn sie eine große Figur haben, die mit etwas unzufrieden ist und von allen gehasst wird?

Lucke hatte seine Wählerschaft gefunden, hatte sich aber in gewissem Maß auch selbst verkalkuliert. Er dachte, er könnte die Rechten nutzen und wäre als göttlicher Gründer der eigenen Partei vor ihnen sicher. Das war natürlich weit gefehlt und er wurde ziemlich zügig von rechts abgesägt, weil er ausgedient hatte.

Und die Presse? Bot bei diesem ganzen vorhersehbaren Schauspiel große Aufmacher und Platz in Talkshows. Man war zu dumm zu begreifen, dass das eigene Spiel die Regeln geändert hatte. Zu dumm zu sehen, dass Schäuble und die auf ihn folgenden Innenminister immer wieder, unter dem Deckmantel des Begriffes „Gefährder“, Hass gegen Muslime gesät hatten und auch die Finanzkrise vor allem dazu nutzten, den rechten Rand für sich selbst zu mobilisieren und Hass gegen Ausländer (vor allem Griechen) zu säen und dabei das eigene Steuersäckchen zu füllen, um sich dann als großen Finanzguru verkaufen zu können (zum Schaden der Griechen, die man ausbluten ließ und noch immer lässt).

Es war eine explosive Mischung. Und die Presse hat den Flammenwerfer geliefert.


Schattengalaxis – Neue Welten

Im Jahr 2122 startete das riesige Kolonieschiff Neue Welten in die Tiefen des Alls, um mit einer 7.000 Mann starken, zur Hälfte aus Soldaten und Zivilisten bestehenden Besatzung, mit der Besiedlung neuer Welten zu beginnen, doch es kam anders als gedacht.
Nach knapp einem Jahr im Hyperraum entdeckt Dr. Annabelle Armnaissance, dass sich jemand an den Systemen des Schiffes zu schaffen gemacht hat. Jeder an Bord könnte der Verräter sein und sie weiß nicht, wem sie vertrauen kann.
Das Gelingen ihrer Mission steht auf Messers Schneide …

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153 Jahre später, gestrandet in einem Teil der Galaxis, der von Aliens beherrscht wird und in dem Menschen als minderwertige Außenseiter behandelt werden, nutzt die Crew der Erowans Rache die hochentwickelte kybernetische Technologie der Menschen dazu, um fremde Welten und Technologie längst vergessener und ausgestorbener Aliens zu entdecken.
Die Erkundung eines uralten Bauwerks auf XDV3Z1-7 stellt sich dabei als schwieriger und lebensgefährlicher heraus, als Brian Malcah und sein Team je gedacht hätten …

 

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