Mausgerutscht im Europaparlament


Fragen wirft aktuell die Tatsache auf, dass offenbar eine ganze Reihe von Europarlamentsabgeordneten fälschlicherweise bei Axel Voss‘ Verwerterrechtereform nicht das Ergebnis geklickt haben, das sie wollten. Eigentlich wollten sie vor der Abstimmung zur Reform selbst, für Änderungsanträge stimmen. Allerdings sprangen ihre Mäuse dabei wahllos hin und her. Dies melden sowohl Mitglieder der SPD als auch der schwedischen Sozialdemokraten.

Diese lassen nun das Ergebnisprotokoll ändern, weil sie „versehentlich“ falsch abgestimmt haben.

Wir haben den Hersteller der Abstimmtools des Europaparlaments dazu befragt und folgende Stellungnahme erhalten:

»Die Abstimmungstools des Europaparlaments sind etwas ganz besonderes. Zuvor wurde das entsprechende Werkzeug nur von Beatrix von Storch geordert, doch das Europaparlament zeigte sich kürzlich ebenfalls interessiert. Es handelt sich um unser Modell „Mausge“ aus der Reihe „Rutscht“. Das vom Parlament so bestellte Feature nennt sich „Plausible Deniability“ und funktioniert wie folgt: Immer, wenn man sich nicht wirklich traut so abzustimmen, wie man das eigentlich will, teilt man das der Software mit. Danach kann man noch so oft auf das Ergebnis klicken, das man für die breite Öffentlichkeit geklickt haben will, es kommt immer das Ergebnis raus, das man zuvor angesagt hat. Hinterher kann man dann eindeutig belegen, dass man eben auf das für die Öffentlichkeit gewünschte Ergebnis geklickt hat, aber der Computer einfach etwas falsches gemacht hat.

Die Idee ist wirklich großartig und hinterher kann man dann alles Mögliche behaupten. Wir sind sehr stolz auf unsere Software, die es dem Europaparlament endlich erlaubt, so abzustimmen, wie sie es wollen und dabei nicht auf die Wähler achten zu müssen. Im Nachhinein lässt man dann das Protokoll ändern und kann sich so prima aus der Verantwortung stehlen.

Sind Sie auch interessiert?«


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